Cesar home
Auf vielfachen Wunsch von Seiten der Eltern haben wir speziell für das schulbegleitende Üben zu Hause CESAR home herausgegeben. CESAR home basiert auf den erfolgreichen und tausendfach eingesetzten Schul-Versionen CESAR LESEN 1.0 und SCHREIBEN 1.0 und besteht aus 15 ausgewählten und teils - speziell für zu Hause - überarbeiteten Spielen.
CESAR home fördert den Lese- und Schreiberwerb mit Bildung hilfreicher Strategien. Der Spiele-Baukasten ist
lernpsychologisch durchdacht und fördert schwerpunktmäßig das differenzierte Hören und
den routinierten Umgang mit Buchstaben und Lauten.
CESAR home ist lehrplanorientiert, kinderleicht zu navigieren, bietet
unmittelbare Fehlerrückmeldungen und Hilfen und motiviert zusätzlich durch lustige,
sinnunterstreichende handgemalte Künstlerbilder.
BUCHSTABEN - SPIELE
Ist das Erkennen von Buchstaben noch unsicher oder kann das
Kind die Buchstaben noch nicht automatisch aussprechen, so wird es auch Schwierigkeiten
beim Lesen ganzer Wörter haben. Wenn die Buchstabenerkennung und ihre Umsetzung in Laute
nicht innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde ablaufen, das heißt als automatisierte
Routine verfügbar sind, kann das Kind nicht fließend lesen. Diese zeitliche Verzögerung
kann das Kernproblem bei Störungen des Leseerwerbs in den ersten Grundschuljahren
darstellen.
Das Erkennen der Raum-Lage ist eine Fähigkeit der visuellen Wahrnehmungsentwicklung. Bis
zu einem Alter von 6 bis 7 Jahren identifiziert das Kind einen Gegenstand aus
verschiedensten Blickwinkeln bedeutend besser als der Erwachsene. Der sprunghafte Zuwachs
der Raum-Lage-Wahrnehmung - in der Regel innerhalb des ersten Schuljahres - bedeutet, dass
das Kind die Ausrichtung der Buchstaben nun wichtig nimmt und einsetzen kann. Das Kind,
das gestern noch mühelos in Spiegelschrift schrieb und Buchstaben verdrehte, benutzt
jetzt die Buchstaben richtig, die von der Form her identisch, von der Ausrichtung und
damit ihrer Bedeutung aber völlig unterschiedlich sind (z. B.: b d p q).
Bei Kindern mit Lese-Rechtschreibproblemen verläuft dieser Prozess deutlich verzögert.
Daher wird in ALPHABET mit "verkehrten" Buchstaben gespielt.
Die eingebauten Fehler können nicht auswendig gelernt werden, da der Computer sie nach
dem Zufallsprinzip immer neu generiert. Mit Fehlern spielen, heißt mit Fehlern umgehen
lernen.
In dem Spiel STÖRENFRIEDE geht es darum, auch ähnliche Buchstaben
voneinander unterscheiden zu lernen, selbst unter Zeitdruck. So kann sich auf die Dauer
eine automatisierte Erkennungsleistung erreichen lassen.
HONIGBUCHSTABEN sorgt dafür, dass Einzelbuchstaben oder
Buchstabenkombinationen immer wieder aufs Neue und in unterschiedlichster
Buchstabenumgebung in ihrer Signalwirkung erkannt und als gleich identifiziert werden.
Hier wird das Kind angeregt, die Aussprache des angebotenen Lautes immer wieder an sich
selbst auszuprobieren.
Das reine Übersetzen des Alphabets kann in KREUZWÖRTER spielerisch
geübt werden.
In FROSCH BEFREIEN beobachtet das Kind nach und nach einen Wortaufbau,
welchen es hinterher eigentlich nur nachvollziehen kann, wenn es sich sowohl die
Buchstaben in seiner Reihenfolge merkt wie auch die Bedeutung der Buchstabenfolge
entdeckt. So wird es mit der Schreibweise eines Wortes konfrontiert.
WORT - BILD - SPIELE
Auf dem Weg zur Orthografie stoßen die Kinder immer wieder an Stellen im
Wort, wo die Schreibweise als solche nicht hörbar ist. Dieses erfordert eine neue
Strategie, will das Kind auch hier die Rechtschreibung richtig anwenden. Wichtig ist ,
dass sich dem Kind die Rechtschreibbesonderheit einprägt und sie ihm im richtigen Moment
einfällt. Dazu braucht es andere Gedächtnisstrategien, z.B. muss es die bestimmte
Schreibweise in Form eines inneren Wortbildes präsent haben, um sie dann selber anwenden
zu können.
Um Wörter richtig laut zu lesen, muss das Kind auch die Anordnung der Buchstaben
beachten. Vertauscht es sie, verwechselt es sie oder lässt es gar einen aus, kann eine
unsinnige Botschaft oder ein Missverständnis entstehen. So wird aus "Tor"
"rot" oder "Ort". Es zeigt sich, dass Kinder mit Leseproblemen in der
Regel nicht in der Lage sind, die Symbolfunktion einzelner Buchstaben und deren
Reihenfolge einem Wort mit bestimmter Bedeutung zuzuschreiben. Oft verliert es dann den
roten Faden beim Lesen und versteht nicht mehr, was es da gerade liest, wird müde und
lenkt ab. In der Sehnsucht nach Bedeutung werden die Kinder in dieser Lernspielgruppe
herausgefordert, kleine Buchstabensequenzen zu meistern.
Solche Wortbilder können sich umso besser einprägen, je mehr man sie, wie in einer
Werkstatt, selbst konstruiert, indem man den Buchstaben ihre stimmige Raum-Lage selbst
Gibt, wie in ZAUBERWÖRTER.
Bei REIMQUARTETT wird das Kind animiert, durch Auswechseln des ersten
Buchstabens eines Wortes möglichst vielen Bedeutungen auf die Spur zu kommen.
Die Wichtigkeit ganzer Wortbilder erlebt das Kind bei BLITZ-PUZZLE und BLITZ-WÖRTER
und entwickelt damit ein Gefühl für ihre richtige Schreibweise, ähnlich wie dieses im
Leseprozess geschieht. Hier sieht das Kind nur für sehr kurze Zeit ein-, zwei oder
dreisilbige Wörter und muss diese durch ganzheitliches Erfassen ihrem Bild zuordnen.
Im Spiel WÖRTERSUCHE fordern Bilder dazu auf, das richtige Wort aus
einer vorgegebenen Auswahl an Worten bzw Silben zu finden. Sind die Lösungen richtig,
wird das Bild farbig.
HÖR - SPIELE
Die erste und wichtigste Schreibstrategie besteht in der Fähigkeit,
Wörter auf ihre Lautfolge hin abzuhören und diese in eine Buchstabenfolge zu
übersetzen. Dieses nennt man lautgetreue Schreibung. Wenn die Kinder dies beherrschen,
können sie etwa die Hälfte aller Wörter ohne größeren Gedächtnisaufwand
niederschreiben. Das heißt, bei etwa 150 000 Wörtern und Wortformen brauchen sie nichts
weiter zu tun, als das Wort deutlich auszusprechen und in die lautgetreue Buchstabenfolge
zu übersetzen. Erst wenn dieser Prozess mit einer gewissen Leichtigkeit vollzogen werden
kann, wird genug Aufmerksamkeit frei, um auch schwierigere Rechtschreibregeln anzuwenden.
Für viele Kinder ist die Zeit des systematischen Übens der lautgetreuen Schreibung in
der Schule zu kurz, um zu einem automatisierten Ablauf zu finden, was zur Folge haben
kann, dass sie eine Rechtschreibunsicherheit entwickeln.
TIERE ANZIEHEN lehrt die Kinder mit Unsinnsilben, das Gehörte in
Buchstabenfolgen zu übersetzen. Dabei kann der Schwierigkeitsgrad mit zunehmender
Konsonantenhäufung variiert werden.
KLEINER UNTERSCHIED bearbeitet die zwei hartnäckigen Probleme der
Konsonantenverdopplung und der Auslautverhärtung.
Bei LAUTQUARTETT liegt der Schwerpunkt auf der genauen Wahrnehmung der
Reihenfolge der Laute eines Wortes. Ziel ist es, die Stelle im Wort zu bestimmen, wo durch
Einsetzen eines anderen Buchstabens eine neue Bedeutung herbeigeführt wird.
Das MEMORY besteht aus Kartenpaaren, die zum einen ein Wort und zum
anderen dessen gemaltes Sinnbild beinhalten. Beim Aufdecken des Bildes hört das Kind das
gesuchte Wort. Es gibt jeweils zwei ähnlich klingende und damit auch ähnlich
geschriebene Begriffe mit ganz verschiedenen Bedeutungen. Das Kind muss der Provokation
der Verwechslung widerstehen und erfährt den Erfolg durch ein gewonnenes Kartenpaar.
In PUZZLE-DIKTAT werden ganze Wörter aus verschiedenen Bedeutungsfeldern
diktiert unter Berücksichtung von Wortmaterial zur Bearbeitung von Doppelkonsonanten und
Auslautverhärtung.